Es gibt viele Methoden zum Testen echter Seide, z. B. durch Berührung, Reibungsgeräusche und das Organisationsmuster des Stoffes. Diese Methoden erfordern hochspezialisierte Personen, um die Echtheit von Seide genau zu bestimmen. Für Laien empfehlen wir die Verwendung des Brenntests.
Dies ist kein Standardtest für Seide! Es handelt sich jedoch um einen ziemlich eindeutigen Test.
Aus der Stoffkante ein Bündel Seidengarn herausziehen und mit einem Streichholz anzünden. Der Seidenstrauß brennt langsam mit schwachem Schein. Erstens rollt es sich zu einer Kugel zusammen und riecht ähnlich wie verbranntes menschliches Haar oder Vogelhaar.
Wenn Sie die Kugel berühren, zerfällt sie nach dem Einbrennen in eine dunkelbraune Kugel zu Pulver. Wenn Sie die Flamme verlassen, hört das Brennen sofort auf. Seide ist also auch ein natürlicher Flammschutz.
Die brennende Seide sollte wie brennendes Haar riechen. (Beide Stoffe bestehen hauptsächlich aus einem faserigen Protein – im Fall von Seide Fibroin und im Fall von Haar Keratin.)
Ein synthetischer Stoff brennt mit einem Geruch wie brennendes Plastik, tropft ab, bildet eine schwarze Rückstandskugel (keine Asche) und erzeugt schwarzen Rauch. Es brennt weiter, auch wenn die Flamme entfernt wird.
ACHTUNG BITTE! Die Reaktion des Brenntests an Seidengarn ist der Reaktion desselben Tests an Wollgarn sehr ähnlich. Stellen Sie sicher, dass ein Eimer Wasser in der Nähe steht. Einige Stoffe, die wie Seide aussehen, sind tatsächlich extrem entflammbar und müssen sofort gelöscht werden.
100 % reiner Seidenstoff ist ein natürlicher flammhemmender Stoff, der keine kontinuierliche Verbrennung erzeugt, synthetische Seide jedoch weiter brennt